Hintergrund

Frank wird interviewt!

1. Wann und wie kamst du das erste Mal mit Russland in Berührung?
Es war im Februar im Jahre 1990 während meines Studiums in Esslingen, als ich die Möglichkeit hatte bei einem Studentenaustausch in Moskau und St. Petersburg an der Hochschule für Luft- und Raumfahrt in Moskau (MAI) mit dabei zu sein. Wir waren zehn Tage dort und haben zum Teil in Hotels übernachtet, teils bei Familien gelebt und von dort auch die Metropolen in einer noch sehr spannenden Umbruchzeit entdeckt.
2. Was hat Dich damals bewegt nach Russland zu gehen?
Als Student war ich mit vielen unterschiedlichen Weltanschauungen konfrontiert und so wollte ich die Sowjetunion in ihren letzten Zügen noch ein wenig miterleben können, weil dieses System völlig andere wirtschaftliche und politische Grundzüge im Gegensatz zu unserem System aufweist. Darüber hinaus wollte ich meine Sprachkenntnisse erweitern und hatte die Wahl Englisch weiter zu verbessern oder aber eben eine völlig neue und auch nicht gewöhnliche Sprache wie Russisch von Grund auf zu erlernen. Und ich brandte darauf, mit Menschen aus Russland wirklich in Kontakt zu kommen, um mehr Einblick in diese Welt zu bekommen.
3. Welche Eindrücke konntest Du bei Deiner ersten Reise nach Russland gewinnen?
Diese zehn Tage im Jahre 1990 haben mein Leben komplett verändert. Ob es nun der letzte Hauch der UDSSR oder die unglaublich gastfreundlichen Menschen waren, die einzigartige wunderschönen und historisch interessanten Metropolen oder das toll ausgearbeitete Programm oder die Begegnungen mit interessanten Menschen waren, kann ich heute nicht mehr genau sagen. Bestimmt war es die erlebte Kombination aller genannten Punkte.

In Russland haben mich die Menschen in der damals noch nicht übermaterialisierten Gesellschaft beeindruckt. Wie sie trotz der Schwierigkeiten, Lebensfreude ausstrahlten, immer nach vorne schauten und dabei immer noch einen wunderbaren Humor an den Tag legten, faszinierte mich.

4. Wie kam es zu Deiner ersten organisierten Rundreise und welche Erfahrungen hast Du hierbei gemacht?
Meine erste organisierte Reise war privat und entstammt der Idee meinen runden Geburtstag im Jahre 2016 in Moskau mit meinen russischen und deutschen Freunden gemeinsam zu feiern. Irgendwie hatte ich den Drang, dass sie sich kennenlernen sollten und natürlich auch gemeinsam mit mir feiern.

Diese Reise gab mir das Gefühl, echte Begegnungen ermöglicht zu haben, meine Freunde von Russland so begeistert zu haben, ähnlich wie ich es damals wurde. Meine deutschen Freunde haben lange nach dieser Reise immer wieder davon gesprochen wie großartig dieses Erlebnis für sie war. Gleichzeitig haben sich meine russischen Freunde rührend und mit vollem Einsatz bei dieser Reise eingebracht, damit meine Freunde auch wirklich eine schöne Zeit in Russland verbringen. Das hatte ich in der Form so nicht erwartet und hat mich stark beeindruckt.

5. Wie erfolgreich war deine Geburtstagsreise?
Meine Geburtstagsreise mit fast 30 Personen aus Deutschland war einfach nur schön. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne sehr frühzeitig alles organisiere, um dadurch einen möglichst reibungslosen Ablauf der wertvollen Zeit der Reisenden in einem anderen Land gewährleisten zu können. So konnten wir die Highlights wie z. B. den Kremlbesuch, eine Bootsfahrt auf der Moskau, eine Führung durch das Bolschoi-Theater auch wirklich an den eingeplanten Tagen erleben. Zu einigen Punkten haben wir auch unsere russischen Freunde mitgenommen, die in der Gruppe auch gut integriert wurden und wesentlich dazu beigetragen haben, dass es so war wie es war.
6. Was bewegte Dich ins Altai- Gebirge zu reisen?
Ich war schon immer ein Wanderer, kein Extrembergsteiger, aber doch gerne und auch hin und wieder länger über mehrere Tage in der Natur. Verwendet man das Wort „Altai-Gebirge“ bei Russen, gehen sofort deren Augen sehr weit auf und einhellig hört man „was für ein traumhafter und wunderschöner Fleck dieser Erde“. Die meisten von ihnen waren noch nicht dort, aber jeder ist der gleichen Meinung, dass es dort unfassbar schön sein soll. Ich denke, das war es. Diesen Ort musste ich sehen, dachte ich mir. Auch deshalb, weil er Anziehungspunkt für alle Religionen, Weltverbesserer, Mediatoren, Yoga-Aktivisten und Glücksuchender ist. So entschloss ich mich mit meiner Familie meine erste Altai-Reise im Jahre 2017 anzutreten.
7. Erzähl uns ein bisschen von deiner ersten Altay Reise mit deiner Familie
Wir hatten eigentlich ein anderes Ziel, die Multinski-Seen. Leider konnten wir nicht dorthin fahren, da unser Reiseveranstalter die notwendigen Durchlassscheine nicht rechtzeitig beschaffen konnte. So waren wir im Vor-Altai-Gebirge an den Karakolski Seen, wo wir sechs Nächte in Zelten und einfachen Holzhütten verbracht hatten. Wir hatten einen sehr sympathischen erfahrenen Wanderführer, der uns sehr kompetent und humorvoll um die Seen begleitet hat. Es war unvergesslich.
8. Wie war Deine letzte Reise und erzähle uns von Deinen Begegnungen, die ihr dort machen konntet?
Es war eine Privatreise im Altai, diesmal ging es zu den Multinski Seen mit meinen Freunden und einer anschließenden Erkundungsreise mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee auf eigene Faust. Auf meinen Reisen habe ich sehr viele Menschen getroffen, Kontakte geknüpft und einige haben sich vertieft. Ein IT-Leiter aus Novosibirsk, zwei Puppenspielerinnen aus Tomsk und St. Petersburg, sowie Chemie-Studenten, die als Zugbegleiter in der Transsibirischen Eisenbahn gearbeitet haben, bis hin zu einer Professorin aus Barnaul, mit der ich interessante Diskussionen über die Situation in Deutschland geführt habe, sind nur einige wenige Beispiele. Immer war es für alle interessant, inspirierend und auch immer sehr humorvoll.
9. Was motiviert Dich diese Reisen auch anderen anzubieten?
Warum sollen andere nicht auch so etwas erleben? Ich kann hier etwas weitergeben, von dem ich überzeugt bin, dass es einfach gut tut. Darüber hinaus wurde ich von vielen Freunden angesprochen, diese Reisen weiter anzubieten und zu professionalisieren. Letztendlich macht es mir auch einfach sehr großen Spaß so eine Reise von A-Z durchzuplanen, mit dabei zu sein und auch die Freiräume für spontane Aktionen zu finden und mit Leben zu füllen.

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Reise in Planung, Details werden im September 2019 mitgeteilt.

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